19.06.2018

Jahresübung "leben wie die Könige"

Einheiten des OV Papenburg absolvierten am vergangenen Wochenende ihre standortverlagerte Jahresübung am Ausbildungszentrum des THW in Hoya

Die angenommene Lage zur Jahresübung:

Nach langanhaltenden Regenfällen ist es in der Grafschaft Hoya zu Übertritten der Weser gekommen. Der Ortsverband Papenburg wurde zur Unterstützung der sich bereits im Einsatz befindlichen Feuerwehren und THW-Ortsverbände alarmiert.
Im Einsatzauftrag heißt es zunächst: Herstellen eines Bereitstellungsraumes OV am THW-Ausbildungszentrum in Hoya.

Dafür mussten auf dem Weg dorthin verschiedene Koordinaten angefahren werden um entsprechende Ausstattung zum Aufbau des Bereitstellungsraumes aufzunehmen. Dafür musste unterwegs z.B. bei der  Kirchengemeinde in Bockhorst Zelte und bei der FTZ in Sögel Feldbetten aufgeladen werden, bevor es weiter Richtung Hoya ging. Vor Ort angekommen richteten die Bergungsgruppen gemeinsam den Bereitstellungsraum ein, so wurden die Plätze für die Zelte bestimmt, Versorgungsleitungen gelegt und alles entsprechend eingerichtet. Die Fachgruppe wurde in der Zwischenzeit vom Personal des Ausbildungszentrums in die Funktionen und Bedienung eines Baggers eingewiesen, denn durch das neue Rahmenkonzept des THW, was verschiedene Typen von Fachgruppen Räumen vorsieht, soll der OV Papenburg in naher Zukunft einen Bagger erhalten. Danach ging es in die Ruhephase des Bereitstellungsraumes, in der die Gruppen sich für kommende Einsätze ausruhen konnten.llungsraumes aufzunehmen. U.a. wurden von der Feuerwehr Technischen Zentrale in Sögel Feldbetten abgeholt.
Vor Ort angekommen, begannen die Bergungsgruppen mit der Errichtung des Bereitstellungsraumes, was mit dem Ausmessen und Planen begann, bevor die Zelte aufgebaut und Versorgungsleitungen gelegt werden konnten. Währenddessen bekamen die Helfer der Fachgruppe Räumen durch Mitarbeiter des Ausbildungszentrums Hoya eine kurze Einweisung auf einen Bagger, denn in naher Zukunft soll auch im Ortsverband Papenburg ein Bagger positioniert werden.
Nach dem Einrichten des Bereitstellungsraumes und der Einweisung in den Bagger begann das Warten auf weitere Einsatzaufträge.
Wir warten auf den nächsten Lagebericht..

Gegen 5:30 Uhr am Samstagmorgen war die Nachtruhe abrubt beendet. Ein Einsatzauftrag für die Bergungsgruppen ging beim Zugführer ein: In der Nähe des Bereitstellungsraumes in einem kleinen Wohngebiet hat sich ein schweres Zugunglück ereignet. Ein Wagon entgleiste und kippte um, dabei beschädigte er auch an den Bahngleisen befindliche Gebäude. Da die umliegenden Einheiten von Feuerwehr und THW bereits wegen des Weserhochwassers im Einsatz waren, wurde der Technische Zug des Ortsverbandes Papenburg aus dem Bereitstellungsraum alarmiert. Kurz nach der Alarmierung konnte die Einsatzstelle von den beiden Bergungsgruppen angefahren werden. Vor Ort trafen sie auf eine noch sehr unklare Lage. Es lag ein Wagon, in dem sich noch Personen befanden auf der Seite und auch umliegende Gebäude waren beschädigt und teilweise eingestürzt. Nach einer Lagefeststellung durch die Gruppenführer konnten die Personen aus dem Zug, sowie aus den Gebäuden gerettet werden.

Kurze Zeit Später bekam auch die Fachgruppe Räumen ihren ersten Einsatzauftrag, für sie ging es in ein vom Weserhochwasser betroffenes Wohngebiet um dort nach dem Rückgang des Wassers die Straßen und Wege wieder passierbar zu machen. Dafür mussten Tonnenschwere Gegenstände mit dem Radlader bewegt, sowie ein Schacht für die Fachgruppe Infrastruktur ausgehoben und stabilisiert werden. Diese sollte dann später dort die Versorgungsleitungen für das Wohngebiet reparieren.

Gegen Mittag konnte die Einsatzstelle "Bahngleise" an andere Einheiten übergeben werden, so dass es für die Bergungsgruppen zurück in den Bereitstellungsraum ging. Dort angekommen wurde nach der Einnahme der Verpflegung die Ausbildung in den Vordergrund des Wochenendes gesetzt. So übte die 1. Bergungsgruppe das Retten aus Höhen und Tiefen, dazu wurden Teile des Einsatzgerüstsystems genutzt. Die 2. Bergungsgruppe machte ebenfalls Ausbildung am Einsatzgerüstsystem und baute auf dem Übungsgelände des Ausbildungszentrums eine Brücke über einen "Graben". Gegen Abend konnten dann alle Aufgaben erfolgreich abgeschlossen werden, so dass man gemeinsam zum gemütlichen Teil, dem Kameradschaftsabend mit Grillen übergehen konnte.

Der Sonntag stand dann ganz im Sinne des Rückbaus und der Rückführung der Einheiten. nach einem gemeinsamen Frühstück ging es wieder in den Bereitstellungsraum um dort vor dem Abbau des Lagers noch ein Gruppenfoto zu machen. Danach ging es gemeinsam Richtung Papenburg um dort in der heimischen Unterkunft die Einsatzbereitschaft wieder her zu stellen. So mussten die Zelte zum Trocknen auf gehangen und die Gerätschaften wieder ihren Fahrzeugen zu geordnet werden. Nach einem kurzen Feedback konnten die Helfer dann pünktlich zum WM-Spiel Deutschland-Mexico nach Hause gehen.

Dem Organisatorenteam sei ein großer Dank auszusprechen, die Vorbereitung und Durchführung der Übung wurden hervorragend organisiert.

Zusätzlicher Dank geht auch an den Landkreis Emsland (Feldbetten), an die Kirchengemeinde St.Maria Bockhorst (Zelte), an die Firma Bruns Umwelt- und Entsorgungstechnik Geeste (Festzeltgarnituren), an den THW Ortsverband Meppen (MTW-OV) und an die Regionalstelle Lingen (Übungspuppen, MLW I). Ohne diese Unterstützung hätte die Übung nicht in dem Umfang stattfinden können.



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