Papenburg, 28.05.2020, von Maximilian Christ

Corona-Einsatz: THW seit sieben Wochen im Dauereinsatz

Seit Mitte März hält die Corona-Pandemie die Helferinnen und Helfer des THW in Atem und ein Abschluss ist nicht in Sicht. Bis zu 940 ehrenamtliche und ca. 200 hauptamtliche THW-Kräfte sind täglich in ganz Deutschland im Einsatz. Ob an der französischen Grenze oder im Krisenstab des Landes Niedersachsen, die Ehrenamtlichen arbeiten teilweise seit sieben Wochen kontinuierlich aktiv in der Krise. Zusätzlich erfordern regelmäßig größere Einzelaktionen die Kompetenz des THW.

Transportfahrten für Schutzausstattung wurde übernommen. Foto: THW/Raphael Scheibler

Der Fokus des aktuellen THW-Einsatzgeschehens liegt weiterhin auf den Aktivitäten zur Unterstützung der Eindämmung von COVID-19. Dafür müssen die THW-Aktivitäten im Rahmen von Übungen und Ausbildungen zurzeit in den Hintergrund treten. Doch ganz auf Eis gelegt sind sie nicht. Es kann auch anders laufen.

THW Papenburg nutzt neue Lehrwege

Ausbildungen, Übungen, Besprechungen oder Öffentlichkeitsarbeit traten seit Mitte März in den Hintergrund. In veränderter Form können Arbeitsprozesse vor allem per Videokonferenz weiterlaufen. Einen neuen Weg schlug auch der Ausbildungsbeauftragte des Ortsverbandes Papenburg Gert-Jan Arkema vor: „Mit unseren digitalen Konferenzen können sich alle Teilnehmer von zuhause aus, wie gewohnt fortbilden.“ Über Online Plattformen werden ab sofort alle Weiterbildungen durchgeführt. Auch Ausbildungsdienste, die sonst auf dem Gelände am Alten Burenweg stattfinden würden, werden aktuell für eine Durchführung in der Online-Variante konzipiert. Diese Lösung stellte sich bereits als praktisch heraus. „Denkbar ist es auch, in der Zukunft die Methoden fortzuführen“, erklärte Arkema weiter.

Erster Einsatz der neuen Fachgruppe

Der Ortsverband Papenburg hatte in der Corona-Zeit die Hände voll zu tun. Mit rund 200 Einsatzstunden stellte der Virus den Alltag der Helfer auf den Kopf. Die neu aufgebaute Fachgruppe Notinstandsetzung/Notversorgung (Fachgruppe N) stellte in ihrem ersten Einsatz an der Europaschule, dem Gymnasium Papenburg, die Beleuchtung der An- & Abfahrtswege des provisorisch aufgebauten Corona-Testzentrums auf.

Aber auch Transportfahrten von Schutzausstattungen prägten die letzten Wochen der Helfer. Aus den Städten Jever, Sögel, Rhede, Lindern, Meppen, Haren und Dörpen wurden hauptsächlich Schutzausrüstungen abgeholt und zur Sammelstelle transportiert. Zugführer Erik Büter zeigt sich positiv: „Wir können eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Landkreis Emsland und den Fachberatern aus den Ortsverbänden Meppen und Lingen verzeichnen, dadurch haben wir gemeinsam viele Transport- und Logistikarbeiten meistern können“

Neben den Einsätzen im Umkreis wurde ein Helfer aus Papenburg zur THW-Leitung entsandt. Maximilian Christ, der sonst die Position des Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit in Papenburg besetzt, ist für drei Wochen im täglichen Schichtwechsel in Bonn für die Stabsarbeit in dem Bereich einsatzbegleitende Öffentlichkeitsarbeit des THWs im Zuge der Corona-Krise tätig.

Dienstbetrieb wieder aufgenommen

Seit dem 18. Mai dürfen alle Ausbildungsveranstaltungen wieder aufgenommen werden, natürlich mit entsprechender Schutzausstattung und genügend Sicherheitsabstand. Eine ungewohnte Zeit erklärt der Ortsbeauftragte Ali Etemaj-Spinn: „Nach mehreren Wochen den Dienst in dieser Form wieder durchführen zu können, das ist auch für uns eine außergewöhnliche Situation.“ Um den weiteren Schutz der Helfer auszubauen, werden weitere Maßnahmen getroffen. Unter Anderem stellt der Ortsverband Desinfektionsspender auf und verteilt Schutzmasken. Damit das THW Papenburg die Einsatzbereitschaft aufrechterhalten kann, wurden Gruppen gebildet, um das Infektionsrisiko zu minimieren.

Etemaj-Spinn berichtet weiter: „Wir haben unsere Bergungs- und Fachgruppen, sowie den Zugtrupp geteilt, die Personengruppen werden sich auch bei Ausbildungszwecken auf dem Gelände nicht über den Weg laufen.“ Die Verwaltungsarbeiten werden größtenteils außerhalb der regulären Dienstzeiten oder im Homeoffice erledigt. Trotz großer Herausforderungen ist das Technische Hilfswerk solchen Situationen gewachsen und wird auch weiterhin zur Bekämpfung des Corona Virus im Einsatz sein.


  • Transportfahrten für Schutzausstattung wurde übernommen. Foto: THW/Raphael Scheibler

  • Transportfahrten für Schutzausstattung wurde übernommen. Foto: THW/Raphael Scheibler

  • Transportfahrten für Schutzausstattung wurde übernommen. Foto: THW/Raphael Scheibler

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