Papenburg, 20.02.2021, von Maximilian Christ

Bluelightfirestation als Zeichen für Zusammenhalt

Im vergangenen Jahr organisierte die Veranstaltungsbranche bundesweit die Aktion „Night of Lights“, in der am 22. Juni 2020 viele öffentliche Gebäude in rotem Licht erstrahlten. Die Veranstaltung diente als Mahnmal für alle Künstler und Veranstalter, die seit Anfang letzten Jahres viele Niederschläge verkraften und alle Aufträge, sowie Veranstaltungen, absagen mussten. Nun gibt es in den sozialen Medien einen neuen Trend für die Katastrophenschutz- und Rettungsorganisationen: Die Bluelightfirestation.

Foto: THW/Maximilian Christ

Bluelightfirestation - Nominierung für THW Papenburg

Das Technische Hilfswerk (THW) Papenburg, wurde zur Bluelightfirestation-Challenge nominiert. Die Aktion wurde von den Feuerwehren ins Leben gerufen und soll verdeutlichen, dass, wie in vielen anderen Bereichen, die Corona-Einschränkungen auch ehrenamtliche Einsatzkräfte getroffen hat. Denn Feuerwehren, Rettungsdienste und sowie auch das Technische Hilfswerk können zurzeit keine Übungen und Ausbildungen durchführen.

„Natürlich gibt es, wie im Alltag, auch im THW-Dienstbetrieb Einschränkungen. Hier sind wir von der Normalität weit entfernt“, schildert der Zugführer des THW Papenburg Erik Büter. Dies bedeutet natürlich auch im Einsatzfall ein Umdenken bei dem Heranführen von Kräften. Denn in den Einsatzfahrzeugen werden nicht alle Sitzplätze genutzt, um Abstände soweit möglich einzuhalten. Während der Lockdown Zeiten wurden und werden lediglich die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und die Gerätschaften kontrolliert. Büter sieht dem ganzen positiv entgegen: „Der verantwortungsbewusste Umgang unserer Helferinnen und Helfer in der Pandemie, den ich bisher erleben durfte, lässt mich ruhig schlafen. Ich hoffe, dass dies auch so bleibt und alle gesund bleiben.“

Schneeräumung in Niedersachsen

Stets nach dem Motto 24/7 bereit, um Menschen in Not zu helfen und zu unterstützen, sind die Blaulichtorganisationen tagtäglich in ganz Deutschland im Einsatz. So waren zwei Helfer des THW Papenburg mehrere Tage in der Nähe von Hildesheim im Einsatz, um gegen die Schneemassen zu kämpfen. Vor knapp einer Woche begann der schwere Wintereinbruch in Deutschland, ein so starkes Schneeaufkommen, mit bis zu 70 Zentimeter Neuschnee, gab es schon lange nicht mehr. In Wechselschichten und mit schweren Geräten konnten die Helferinnen und Helfer den Schnee bewältigen.

Um einen reibungslosen Ablauf in Notsituationen gewährleisten zu können, sind Übungen und Ausbildungen die wichtigsten Maßnahmen. „Zum größten Teil verlagern wir es in digitale Konferenzen. Damit können wir den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ein kleines Stück der notwendigen Ausbildungsinhalte vermitteln“, erzählte Maximilian Christ, der Sprecher des THW Papenburg. Jedoch bleibt der persönliche und kameradschaftliche Teil auf der Strecke. Gerade dieser ist wichtig, denn in Einsätzen ist ein hohes Vertrauen in die Ausbildung und das Verhalten der Kameradinnen und Kameraden essentiell. „Wir möchten mit der Teilnahme an der Bluelughtfirestation die Helferinnen und Helfer aller Organisationen ermutigen, diese schwierige Zeit gemeinsam durchzustehen. Wir müssen die eingeschränkten Möglichkeiten als Chance sehen um unsere Ausbildung in den möglichen Teilen zu digitalisieren“, sprach Christ sich weiter aus.

Der THW Ortsverband Papenburg möchte mit dieser Aktion ein Zeichen setzen. Um es voran zu treiben, forderten sie die drei Ortsfeuerwehren, sowie die Feuerwehr Westoverledingen und das THW in Osnabrück heraus daran teilzunehmen.


  • Foto: THW/Maximilian Christ

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