Meppen, 21.09.2018, von THW

Logistische Hochleistung beim Moorbrand

Meppen. Rund 530 THW-Kräfte sind momentan am Einsatz beim Moorbrand auf der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 der Bundeswehr bei Meppen beteiligt – viele von ihnen bereits seit einer Woche. Zu den Hauptaufgaben der Ehrenamtlichen des THW zählen unter anderem die Wasserversorgung für die Feuerwehren sowie die Versorgung und Verpflegung eingesetzter Einheiten in einem großen Feldlager.

Foto: THW/Wolfgang Schumann

Für den Fall, dass das bestehende Feldlager des Bereitstellungraums 500 (BR 500) östlich des Schadensgebietes wegen des Brandrauchs evakuiert werden muss, trifft das THW derzeit Vorbereitungen: Erkundungsteams sind auf der Suche nach geeigneten Ausweichplätzen für das Lager, um bei allen Eventualitäten eine stete Einsatzbereitschaft der Kräfte aufrecht zu erhalten. 

Der BR 500 ist eine Besonderheit des THW: Aktuell verpflegen Logistik-Einheiten des THW etwa 1.300 Einsatzkräfte, dafür bereiten sie mehr als 4.000 Mahlzeiten am Tag zu. Dieses THW-System gibt es deutschlandweit zweimal. Es ist dafür ausgelegt, 500 Einsatzkräfte über lange Zeiträume unterzubringen, zu verpflegen und deren Einsatzmaterial instand zu setzen. Die Kapazitäten des BR 500 können auf bis zu 1.500 Unterzubringende erweitert werden. Dafür arbeiten bis zu 250 THW-Kräfte Hand in Hand und stellen die Logistik, Infrastruktur, Stromversorgung und Unterbringungen sicher. Darüber hinaus leuchten Helferinnen und Helfer die Einsatzstellen und das Lager nachts aus. 

Mit inzwischen 15 Hochleistungspumpen fördern die THW-Kräfte der Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen seit dem 13. September für die Brandbekämpfung im Moor 15.000 Liter Wasser pro Minute – also 250 Liter pro Sekunde. Dafür entnehmen sie Wasser aus Flüssen und leiten es in drei Wasserförderstrecken, die bis zu sieben Kilometer lang sind. Auf den Strecken verteilt befinden sich weitere Pumpstationen, die den Wasserdruck aufrechterhalten.

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon die Hälfte Einsatzkräfte, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und andere. Das THW wird zudem im Auftrag der Bundesregierung weltweit eingesetzt. Dazu gehören unter anderem technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union sowie im Auftrag von UN-Organisationen.


  • Foto: THW/Wolfgang Schumann

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